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Tagesspiegel Leute: Lichtenberg
+++ "Negative Vorbildwirkung": Aus für die Kulturbotschaft in der Herzbergstraße +++ Gute Vorsätze? Zum Stand der Dinge +++ 10 Liter pro Tag: wie im 16. Jahrhundert gesoffen wurde +++ Neues vom Eisbärenkind +++ Elmex verboten: Eine Hausgemeinschaft lebt biologisch abbaubar +++ So lief die Demo gegen den Ausverkauf der Stadt +++ Lager aufgelöst: Keine Roma und kaum noch Obdachlose an der Bucht +++ Farbattacke auf Investorenbüro +++ Bürgerstiftung will Investoren das Bauland wegschnappen +++
Autor: Robert Klages
Montag, 26. Oktober 2020
Liebe Nachbarinnen, liebe Nachbarn,

so Freunde, wir schreiben den 14. Januar. Das ist traditionell der Tag im Jahr, um mal nach den guten Vorsätzen zu fragen. Na? Mit dem Rauchen oder Trinken aufgehört? Ein paar Tage durchgehalten wenigstens? Egal, ich will nicht richten, sondern habe alte Neuigkeiten: Im Vergleich zum 16. Jahrhundert konsumieren wir unglaublich wenig Alkohol.

Pro Erwachsenen und Tag wird ein Bierkonsum von bis zu 10 Litern angenommen – ein Grundnahrungsmittel, da das Wasser oft verkeimt war. Bierpreiserhöhungen konnten Revolutionen nach sich ziehen. Schwangere Frauen erhielten im Hospital etwa zwei Liter Wein pro Tag zur Gesundheitsvorsorge. Quelle: Museum Bad Belzig. Dem Honigwein wurde Fliegenpilz beigemischt. Auch ans Bier kamen psychedelische Kräuter oder Tollkirsche. LSD befand sich ohnehin im Brotbrei. Was muss das für ein Leben gewesen sein?

Und die guten Vorsätze der Politiker*innen? Die haben ihre Versprechen erfüllt und den Rasen gemäht, da kommen wir gleich zu in „Namen und Neues“. In der Nachbarschaft noch eine Wohngemeinschaft, die das ganze Jahr über gute Vorsätze hat, nämlich biologisch abbaubar zu leben und Haus und Grund vor dem Verkauf zu sichern.

Robert Klages ist freier Mitarbeiter beim Tagesspiegel. Schreibt ihm bei Anregungen, Kritik, Wünschen, Tipps bitte eine E-Mail an leute-r.klages@tagesspiegel.de. Ansonsten ist er auch auf FacebookTwitter und Instagram zu finden.

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- NACHBARSCHAFT -

Elmex

Im Öko-Paradies: Eine ökologisch lebende Hausgemeinschaft verwendet nur Bio-Produkte und verfügt über ein eigenes Wassersystem. Verdrängt werden können sie wohl nicht – das Grundstück soll an eine Stiftung verkauft werden.

Dienstagmorgen, 10 Uhr, ein junger Mann öffnet verschlafen die Tür. Andreas Keller, 31, ist der jüngste Bewohner des Hausprojekts in der Wönnichstraße 103 – eine sozial und ökologisch ausgerichtete Gemeinschaft. Sie wollen eine ressourcenschonende, nachhaltige und gemeinschaftliche Lebensweise verwirklichen, erzählt Keller. Im ganzen Haus herrscht Bio – sowohl bei der Duschpflege als auch beim Essen.

Keine Elmex-Zahnpaste also zum Beispiel – sondern nur Produkte aus dem Bioladen oder mit Öko-Siegel. Alles muss ökologisch abbaubar sein. Das Dusch-, Küchen- und Waschmaschinenwasser der 15 Erwachsenen und fünf Kinder wird im hausinternen Wassersystem aufbereitet und wiederverwendet. Eine Pflanzenkläranlage im Keller und im Garten reinigt das Grauwasser.

Getrunken wird das aufbereitete Wasser jedoch nicht – das Haus verfügt über zusätzliche Trinkwasseranschlüsse. Hinzu kommen Solar- und Photovoltaikanlagen auf dem Dach sowie Komposttoiletten. In der Gemeinschaftsküche im Erdgeschoss wird ausschließlich vegetarisch gekocht. Vegan hat sich noch nicht durchgesetzt, wie es Keller als einziger Veganer gerne hätte.

2000 haben drei Architekten das Grundstück samt Haus gekauft – da war die Gegend noch Sanierungsgebiet. Sie bildeten eine Hausgemeinschaft und wollen nun das Grundstück noch in diesem Jahr an die „Bürgerstiftung Trias – Wem gehört der Boden“ verkaufen. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Weiterverkauf von Grundstücken zu verhindern.

„Trias ist unsere Sicherungsinstanz“, sagt Andreas. Sowohl das Grundstück als auch das Haus könnten nur mit der jeweiligen Zustimmung des Vertragspartners verkauft werden. Beide haben ein Vorkaufsrecht. „Und Trias wird nicht verkaufen, denn das wäre gegen ihren Stiftungszweck. An diesen sind sie gebunden“

So ist ebenfalls gesichert, dass die Bewohner*innen das Haus nicht verkaufen – es soll für mehrere Generationen gesichert sein. Denn nach Erbbaurecht müsse Trias zustimmen, wenn das Haus verkauft werden soll. Die Stiftung wiederum würde bei einem Verkauf des Bodens die Zustimmung der Hausbewohner*innen benötigen. „Aber Trias würden eh nicht verkaufen“, erklärt Andreas. „Durch den gegenseitigen Erbbaurechtsvertrag sind wir und zukünftige Bewohner vor unliebsamen Verkauf geschützt, sowohl von dem Grundstück als auch von dem Haus.“

Boden, Ökologie und gemeinschaftliches Wohnen sind die Themen der 2002 gegründeten Stiftung Trias. „Boden ist Gemeingut und nicht nur Bauland für Investoren“, heißt es auf der Website. Die Stiftung lebt von Spenden, der Mitgliedergemeinschaft und Schenkungen.

Zusätzlich zu den Wohnungen gibt es einen großen Gemeinschaftsraum und einen Wintergarten. Zudem einen „Schaufensterraum“ zur Straße hin, welcher für „unkommerzielle Zwecke“ mietfrei diversen Gruppen zur Verfügung gestellt wird. So finden hier Chorsingen oder Yoga statt. „Wir würden uns auch über mehr Anfragen freuen“, sagt Keller. Einmal im Monat gibt es „VoKü“, Volksküche: vegetarisch/veganes Essen gegen Spende und etwas Kulturprogramm wie zum Beispiel Karaoke.

Das Foto zeigt den Wintergarten / Gewächshaus. Die Bewohner*innen wollten nicht fotografiert werden.

Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-r.klages@tagesspiegel.de

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Einmal um die Welt
Zu Fuß bequem die ganze Welt entdecken? Klar geht das. Auf der Internationalen Grünen Woche Berlin vom 18.-27. Januar 2019 erwartet Sie eine kulinarische Reise durch die Welt. Hier erlebt man nicht nur die bunte Vielfalt der Kulturen, sondern kann sie auch schmecken – selbst dann noch, wenn man längst wieder zu Hause ist. www.grünewoche.de

- NAMEN & NEUES -

Romacamp an der Rummelsburger Bucht aufgelöst. Die Linke hatte den Obdachlosen an der Rummelsburger Bucht versprochen, „Lösungen zu finden“. Es solle nicht geräumt werden, hieß es. Als ich am Mittwoch vor Ort ankam, war eine Aufräumfirma gerade damit beschäftigt, das Gelände Richtung Hauptstraße (neben der Kita) von „Unrat und Müll“ zu befreien. Ein Arbeiter sagte mir, manche Obdachlosen, die dort lebten, hätten sie dazu bewegen können, sich auf dem kleinen, noch nicht geräumten Gebiet neben den Wasserhäuschen, niederzulassen.

Andere Zelte, angeblich verlassen, haben sie plattgemacht, die Wiese vollständig von Unterholz und Gestrüpp befreit und das Gebiet eingezäunt. Hier soll ja auch bald „Coral World“ gebaut werden. Die Streetworker von Karuna, die dort eigentlich vor Ort sind (habe jedoch keinen angetroffen) wussten nichts von der Aufräumaktion am Mittwoch, wie ich telefonisch erfuhr.

Zudem war ich am Samstag nochmal dort. Auf dem verlassenen Roma-Lager vorne an der Bucht habe ich einen Vater und seine zwei Söhne angetroffen. Sie sammelten gerade die Reste ihrer Zelte zusammen, wollten retten, was noch zu retten ist. Wer die Behausungen zerstört hat, wussten sie nicht. Über 100 Menschen hätten hier gelebt, erzählt mir der Mann. Die Polizei und Sozialarbeiter*innen seien immer wieder vorbeigekommen und hätten gesagt, sie müssten hier weg.

Die Menschen seien alle in ein anderes Lager gezogen, rund 50 Kilometer weit entfernt. „Wo sollen wir hin im Winter?“, ruft er. Seine fünfköpfige Familie und er seien erst am Mittwoch hier weggegangen. „Ich habe keine Arbeit, ich muss meine Familie ernähren“, sagt der Mann. Und zurück nach Rumänien? „Das kann ich nicht. Wie soll das gehen mit der ganzen Familie?“

Die letzten wohl rund 25 Obdachlosen sollen bis April „bleiben dürfen“. Man könnte auch sagen: Müssen bis April weg sein. Eine sukzessive Räumung u. a. mit Hilfe von städtischen Sozialarbeiter*innen. Diese machen sicher einen guten Job und helfen. Bestimmt konnten einigen Obdachlosen neue Perspektiven geboten werden, die denen selbst auch gefallen. Primäres Ziel ist jedoch, eine zweite Cuvry-Brache an der Bucht zu verhindern und die Gebiete für die Bebauung freizuschaffen.

Das widerspricht auch nicht den Ankündigungen, die Hendrikje Klein (Linke) im Dezember gemacht hat: „Es besteht Einigkeit darüber, dass eine kurzfristige Räumung des Geländes keine vertretbare Option ist. Stattdessen soll der gemeinsame Versuch gemacht werden, mit Hilfe aufsuchender sozialer Arbeit den Kontakt zu dort lebenden Menschen aufzubauen und ihnen Hilfsangebote zu unterbreiten, die ein Verlassen des Geländes ermöglichen. Auch Maßnahmen zur Verbesserung der hygienischen Situation vor Ort wurden verabredet. Das Ziel aller Beteiligten ist es, bis zum Ende der Kältehilfesaison für alle auf dem Gelände lebenden Menschen eine solche Perspektive zu erarbeiten.“

Das muss man nicht mehr übersetzen, das heißt, das Gelände wird langfristig geräumt, die Camps werden aufgelöst, das Gebiet wird gesäubert und sichergestellt, dass hier bald kein Obdachloser mehr lebt. Hilfsangebote, die einen Verbleib auf dem Gelände ermöglichen, stehen nicht zur Diskussion. Wenn Klein dann am Donnerstag gleichzeitig schreibt: „Das vor Weihnachten verabredete Räumungsmoratorium hat weiter Gültigkeit.“ Und „Eine Beräumung der landeseigenen Flächen hat nicht stattgefunden. Es wurde und wird niemand auf dem Gelände geräumt.“ … Nun ja.

Sie wollen es nicht Räumung nennen, aber sagen“Räumungsmoratorium“. Das komplette Lager soll bis April der Vergangenheit angehören. „Räumungsmoratorium“ heißt auch, sie hätten es gerne schon viel früher geräumt. „Gleichzeitig wird Wildwuchs zurück geschnitten, explizit nur auf dem nicht bewohnten Teil des Geländes. Das gleiche gilt für die Umzäunung“ (Klein). Stimmt natürlich auch. Weil die Obdachlosen, die auf diesen Gebieten lebten, vorher zum Weggehen motiviert wurden.

Weitere gute Vorsätze des Senats: Toiletten und Mülleimer für die Obdachlosen aufstellen. Sogar von mobilen Behausungen war die Rede. Auf letztere wartet man weiterhin. Einen Bauwagen für die Sozialarbeiter*innen soll es auch geben. Müllcontainer gibt es bereits. Toiletten seien bestellt, heißt es. Am Donnerstag räumten zudem Streetworker*innen und Obdachlose gemeinsam den verbliebenen Platz auf. Man sorgt sich auch um eine Rattenplage, die verhindert werden soll. Unterdessen wurde auch ein Zelt angezündet, wie der Rbb berichtet. Von wem, ist unklar.

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Demo gegen "den Ausverkauf der Stadt". Am Samstag startete die Demonstration vor der Max-Taut-Aula und endete an der Warschauer Brücke. Eigentlich sollte es nur eine Demo gegen den Bebauungsplan Rummelsburger Bucht / Ostkreuz sein. Doch das Bezirksamt sagte eine Infoveranstaltung zu diesem Themen, die eigentlich am Samstag in der Aula stattfinden sollte, überraschend ab. Alle Hintergründe der Demo und der Absage hier lesen.

Aufgrund der Absage der Infoveranstaltung haben die Veranstalter der Demo diese nicht etwa auch abgesagt, sondern erweitert. „Ich finde das richtig super, dass sich so viele Initiativen vernetzt haben“, sagte mir eine Mitinitiatorin der Demo. „Das ist eindeutig die richtige Antwort auf die scheinheilige Terminabsage des Bezirksamts.“ Fotos von der Demo hier.

„Wir wollen Solidarität zeigen mit anderen Projekten, die ebenfalls kapitalistischen Interessen weichen müssen“, sagte Martin vom selbstverwalteten Jugendklub Potse / Drugstore in Schöneberg. Und von Seiten des Syndikats Neukölln hieß es: „Der Ausverkauf der Stadt geht uns alle an. Wir haben den Schlüssel nicht abgegeben und wir wollen bleiben. Leider verweigert der Eigentümer das Gespräch mit uns.“

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Hier ein Redebeitrag des "Kunstblock". Der Kunstblock ist ein Zusammenschluss von Kunst- und Kulturschaffenden, die sich „im Kampf gegen Verdrängung, Ausverkauf der Stadt und Gentrifizierung engagieren.“ Twitter.

„In einer zunehmend teurer werdenden Stadt begeben sich Künstler*innen immer wieder in prekäre Arbeits- und Raumsituationen. Gleichzeitig beobachten wir, wie Kunst und Kultur ausgenutzt werden, um durch Zwischenmieten oder temporäre kulturelle Projekte, Immobilienaufwertung zu rechtfertigen. Währenddessen zielgerichtete Atelierförderung Ihre Verwaltung schon seit zwei Jahren beendet hat, wird der Notstand immer größer: auch für Ausstellungsräumlichkeiten.

Da der Raum für Kunst immer knapper wird, sind unsere Kolleg*innen bereit, Zwischenmietverträge zu unterschreiben, in denen sich Immobilienfirmen z.B. das Recht nehmen, die künstlerischen Arbeiten, die dort gezeigt werden, auf ihrem Instagram-Account zu posten: eine Strategie, die von der Immobilienwirtschaft gezielt eingesetzt wird, um sich bei leichtgläubigen Politiker*innen beliebt zu machen, die so was wiederum als ‚Kiezkultur‘ fehlinterpretieren und willkürlich Baugenehmigungen verteilen für Bauprojekte, die Mietpreise in die Höhe schießen lassen und die Gewerbe unserer Stadt verdrängen.

Dadurch wird die vermeintliche Unabhängigkeit der Kunst instrumentalisiert, um Gewalt mit schönen Bildern zu bestücken. Denn wenn die Lebensgrundlage von sowohl unseren Kolleg*innen als auch unseren Nachbar*innen prekär wird — d.h. von denen, die weniger Geld haben; die nicht vom weißen Mittelstand abstammen, oder die; die einen unsicheren Aufenthaltstatus haben — dann ist das eine Form von Gewalt, die zu einer segretierten Stadt führt. Und diese Stadt wollen wir nicht.

Herr Dr. Klaus Lederer, Kultursenator Berlins, wir brauchen dringend eine Politik, die stabile Raum- und Produktionsbedingungen für Kunst und Kultur schafft. Während wir Kunst machen und nebenbei Geld verdienen, um die immer teurer werdenden Mieten zu bezahlen, müssen wir zusätzlich für unsere Arbeit- und Ausstellungsräume kämpfen. Und Sie? Sie übernehmen die Schirmherrschaft von Zwischenmieteprojekten wie ‚The Haus‘, wo mal temporär eine sogenannte ‚Urban Art Galerie‘ war und wo jetzt Eigentumswohnungen entstanden sind, und zwar mit Preisen aufwärts von 7.500€ pro Quadratmeter.

Herr Lederer, sind Sie nicht bei der Linken? Hören Sie uns mal zu. Wir werden nicht einfach zuschauen, wie Sie die selbstorganisierten politischen Strukturen von Kunst- und Kulturschaffenden dieser Stadt auseinanderbauen. Wir werden nicht einfach zuschauen, wenn die Raumkoordinationstellen der Freien Szene, die stabile Räume für Kunst in Berlin etablieren, abgeschafft werden.

Wir werden nicht einfach mitanschauen, wenn das Atelierraumprogramm, bisher ein Teil des Berufsverband der bildenden Künstler Berlins, von der BIM übernommen wird: ja, die gleiche BIM, die lächerlicherweise Ersatzräume für die Potse ‚gefunden‘ hat, wo keine Musik gespielt werden darf – für die Potse! – die gleiche BIM, die verweigert hat, die Stabilisierung vom Atelierhaus Australische Botschaft Ost zu unterstützen, ohne ins Gespräch mit den Künstler*innen vor Ort zu kommen.

Herr Lederer, wir sind laut, stark, und gut vernetzt. Und wir sagen: Hände weg! Kunst besteht aus mehr als ‚Urban Art‘, Sasha Waltz und Radialsystem. Passen Sie auf! Wenn Sie in dieser Art und Weise weitermachen, gibt es keine Kunst und Kultur mehr in dieser Stadt, sondern nur Gentrifizerungsprojekte.

Sieben Atelierhäusern, die konkret von dieser Immobilienwirtschaft bedroht sind:

  • Muskauer Straße 24
  • Gerichtshöfe Wedding
  • Uferhallen
  • Wiesenstraße 55
  • Kunst Etagen Pankow
  • Atelierhaus Australische Botschaft -Ost-
  • Koloniestraße. 10
  • Mörikestraße. 4-12

Wir sind für eine solidarische Stadt: eine Stadt, wo Kunst und Kultur und Freiräume nicht für eine Gentrifizierungsnormalisierung ausgequetscht werden, sondern wo es selbstverständlich ist, dass Kunst, Kultur und Freiräume allen, die hier wohnen, zugänglich sind.“

Amen. 

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Aus für die Kulturbotschaft in der Herzbergstraße. In der Rummelsburger Bucht werden die Obdachlosen verdrängt, in der Herzbergstraße die Künstler*innen. Stadträtin Birgit Monteiro (SPD) hat der gerade erst dort angesiedelten „Kulturbotschaft“ mitgeteilt, dass sie dort nicht erwünscht ist. Das Vorhaben sei planungsrechtlich nicht zugelassen. Monteiro befürchtet „städtebauliche Spannungen durch die negative Vorbildwirkung“. Öffentliche Veranstaltungen seien verboten in dem Gewerbegebiet Herzbergstraße.

„Das geplante Vorhaben überschreitet hinsichtlich der Nutzung den Rahmen“, heißt es in einem Schreiben, das hier vollständig gelesen werden kann. Entstehen sollten Arbeitsräume für 25 Personen. „Die Kunstproduktion, also die Schaffung von Kunstwerken, ist eine künstlerisch-schöpferische Tätigkeit, die nicht in Konflikt mit der Tätigkeit in sonstigen handwerklich produzierenden Gewerbebetrieben steht“, schreibt Monteiro. Kunstproduktion ist also erlaubt in der Herzbergstraße. Nicht jedoch das Ausstellen dieser. „Die geplante Präsentation von Kunst fügt sich hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung nicht in das Umfeld ein.“ Innerhalb von zwei Wochen muss die Kulturbotschaft dazu Stellung nehmen.

Kunst ohne Kunden: Die Hintergründe zur Lage in der Herzbergstraße und der Kulturbotschaft haben Kollegin Madlen Haarbach und ich hier zusammengefasst. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) hatte sich für ein Ende des Ausstellungsverbots ausgesprochen. Der letzte Runde Tisch zum Thema hatte im September getagt. Ein Ergebnis wird jedoch erst in zwei Jahren vorliegen.

Der beim Runden Tisch vorgestellte Entwurf des Rahmenplans, welcher vom Stadtentwicklungsamt Lichtenberg erstellt wurde, sieht vor, die bestehenden Nutzungen in dem Gebiet zu erhalten. Einzig in der Herzbergstraße soll die eingeschränkte Nutzung „erweitert“ und Genehmigungen für Ausstellungen „geprüft“ werden. „Die Künstler stehen ja in keiner Konkurrenz zum Gewerbe“, sagte der stellvertretende Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Güttler-Lindemann. Das entstandene Kunstgewerbe sei bereits Teil des Gebietes geworden und solle erhalten bleiben.

Monteiro scheint „geprüft“ zu haben. Die Kulturbotschaft ist bereits seit Anfang 2018 in der Herzbergstraße angesiedelt. Wenn Kunst dort zwar produziert, aber nicht ausgestellt werden kann, dürfte dies einem Ende der Botschaft gleichkommen. Mal abgesehen davon, dass nicht alle Kunst, die so produziert wird, ganz einfach von A nach B und zurück geschafft werden kann, ist die Kulturbotschaft als Gesamtkunstwerk zu betrachten. Die Räume sollten von Besucher*innen betreten werden können. Auch hier lehnte Monteiro ab. Keine Kunst für die Herzbergstraße.

Die Kulturbotschaft schrieb dem Tagesspiegel am Samstag: „Wir müssen nicht weg durch böse Investoren! Nein.. wir müssen weg durch einen Mix aus Vorurteilen, Bürokratie, politischem Kleinkrieg und Ignoranz.“ Die Kulturbotschaft wolle der Subkultur eine Plattform bieten und einen Gegenentwurf zur Gentrifizierung schaffen. Überall in Berlin verschwinden solche Kultureinrichtungen. „Noch können wir es vielleicht verhindern, dass Berlin so teuer und eintönig wird wie die restlichen Städte in Deutschland und der Welt. Berlin sollte weiterhin eine vielseitige Stadt bleiben für Alle.“

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Grüne für landesweiten Böllerverzicht 2019. „Die Grünen haben einen guten Vorsatz für 2019“, schreibt mir deren Vorsitzende im Abgeordnetenhaus Antje Kapek. Sie wolle ein Böllerverbot keinesfalls nur für den Innenstadtring. Zum nächsten Silvester solle endlich Niemand mehr aus der Stadt flüchten müssen oder Angst haben müssen, in der Silvesternacht auf die Straße zu gehen.

„Dafür setzen wir auf einige zentrale Feuerwerke und sonst einen Böllerverzicht.“ Dafür brauche es jedoch eine landesweite Regelung. „Wie diese genau aussehen wird und wie eine erfolgreiche Kontrolle funktionieren kann, wollen wir in den nächsten Monaten klären.“

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  • „Lichtenberg lobt sich selbst“. Schon jetzt meine Lieblingsüberschrift des Jahres 2019: berliner-zeitung.de 
  • „Sogar vegane Burger“ gibt es nun in Lichtenberg, schreibt der Berliner-Kurier in einem ebenfalls lobhudelnden Artikel. Vor zwei Jahren hatte ich hier mal einen Aufruf gestartet, ob es denn einen rein veganen Imbiss in Lichtenberg geben würde. Gab es nicht. Und gibt es wohl auch immer noch nicht: Der gemeinte Burgerladen ist nicht rein vegan, sondern hat lediglich vegane Burger im Angebot. Das ist ja heutzutage eigentlich Standard.
  • Erinnern an Karl und Rosa. In Friedrichsfelde wurde der vor 100 Jahren ermordeten Kommunist*innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht. Hier Bilder vom Tag.
  • Huch, wo ist der Bezirksbürger*innenmeister hin? Eigentlich hatte Michael Grunst (Linke) einen Twitter-Account. Doch allem Anschein nach hat er den Habeck gemacht. Sein Pressereferent konnte dazu zunächst nichts sagen, es sei ein privater Account gewesen.

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- POLIZEI -

Ehepaar bei Verkehrsunfall schwer verletzt. Ein 61-Jähriger befuhr laut Polizeibericht am Sonntagabend gegen 20.50 Uhr mit seinem VW die Ruschestraße in Richtung Frankfurter Allee, bog links in die Normannenstraße ab und kollidierte dabei mit einem entgegenkommenden Peugeot, mit dem ein 73-Jähriger gemeinsam mit seiner 66 Jahre alten Ehefrau in der Ruschestraße in Richtung Vulkanstraße unterwegs war. Während das Ehepaar mit schweren Verletzungen zur stationären Behandlungen in Kliniken gebracht wurde, behandelten Helfer den VW-Fahrer, der einen Schock erlitten hatte, am Ort.

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Raser gestoppt, Auto beschlagnahmt. Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag einen Raser in Alt-Hohenschönhausen gestoppt und sein Auto sichergestellt. Der Vorwurf: „Verdacht des illegalen Autorennens“. Der Mann, 22 Jahre alt, war dort Zivilfahndern aufgefallen wegen seiner „rasanten Fahrweise“. Der Mercedes-Fahrer fuhr laut Polizei mehrfach auf die vor ihm fahrenden Autos dicht auf und versuchte anschließend, die Fahrzeuge zu überholen. Das gelang ihm auch – allerdings über eine Abbiegespur. Der Mann beschleunigte anschließend auf „weit über 100 km/h“. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit sei eine Verfolgung nicht möglich gewesen. Weiterlesen: tagesspiegel.de

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Büro mit Farbe beworfen. In der Nacht zu Donnerstag wurde das Büro der „Interessengemeinschaft Eigentümer der Rummelsburger Bucht“ mit Farbe beworfen. Laut Geschäftsführer Ottfried Franke wurden auch Scheiben zerstört. Die Polizei ermittelt und war am Donnerstag vor Ort. In einem Bekennerschreiben, das an die Außenwand des Büros geklebt wurde, heißt es, Franke habe von „favelahaften Zuständen“ an der Bucht gesprochen. Die Interessengemeinschaft gebe den Immobiliengruppen eine Stimme in der Öffentlichkeit.

„Die Treiber der Gentrifizierung von ihren Taten reinzuwaschen, ist das Geschäftsmodell.“ Franke sagte, er halte dies nicht für die richtige Art der Kommunikation. Der Bezirk müsse stärker vermitteln. Von der Umzäunung und Freischaffung des Gebietes an der Bucht am Mittwoch habe er nichts gewusst. BM Michael Grunst (Linke) verurteile die „Gewalttat“ auf das Büro. „Wer Gewalt gegen Menschen oder Sachen in den politischen Diskurs trägt, der diskreditiert sich selbst.“ tagesspiegel.de 

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- KIEZKAMERA -

Gezettelt-Bild

Aus meiner Hohenschönhausen-Serie: Ostseeviertel, Hohenschönhausen-Nord. Foto: Robert Klages

Fotografieren Sie in Ihrem Kiez oder anderswo in Berlin? Senden Sie Ihre Entdeckungen an leserbilder@tagesspiegel.de! Anregungen finden Sie hier: Zettel, Ruinen, gefährliche Radwege, Fassaden, Street Art, wilde Tiere – oder historische Fotos.

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- KULTUR -

Mies van der Rohe Haus feiert "100 Jahre Bauhaus". Am 1. April vor 100 Jahren unterzeichnete der Berliner Architekt Walter Gropius den Vertrag zur Bildung des Staatlichen Bauhauses in Weimar. Es sollte die bedeutendste Kunstschule des 20. Jahrhunderts werden. Sie begründete eine der revolutionärsten Stilrichtungen der Architektur und des Designs, die bis heute nachwirkt und international ihresgleichen sucht. Und das, obwohl die Schule an sich nur 14 Jahre bestand. Denn zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt, musste sie 1925 zunächst nach Dessau – und 1932 nach Berlin umziehen, wo sie 1933 von den Nazis gesperrt und zur Selbstauflösung gezwungen wurde. Das Mies van der Rohe Haus begeht das Bauhaus-Jubiläum 2019 unter dem Motto: „AVANTI-AVANTI 100“ mit zwei Festen, vier Ausstellungen und einem Forschungsprojekt „100 Jahre Bauhaus“. „… Es geht voran und immer weiter, mit Humor, Kritik und Dada“, heißt es im Jahresprogramm. Mehr dazu von Volkmar Eltzel auf Lima+, hier lesen.

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- Robert Klages' Tipp -

Finale Stadtteildialoge Hohenschönhausen Nord. Das Bezirksamt Lichtenberg führt seit Juni 2018 Stadtteildialoge im gesamten Bezirk durch. Alle Lichtenberger*innen haben dabei die Möglichkeit, bei verschiedenen Beteiligungsformaten mit Politik und Verwaltung zu unterschiedlichen Themen ins Gespräch zu kommen. Am Freitag, 18. Januar, in der Zeit von 17 bis 19.30 Uhr, in der Kirche Wartenberg, Falkenberger Chaussee 93. Die Anwesenden können dort ihre Themen aus Falkenberg, Wartenberg und Malchow besprechen. Welche Ideen gibt es für das Ostseeviertel, den Welsekiez und den Mühlengrund und welche haben die meisten Fürsprecher*innen oder Kritiker*innen?

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- TERMINE -

Baumbestimmung im Winter. Der Fachreferent für Botanik Bernd Schulz von der Technischen Universität Dresden ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Gehölzbestimmung. Lernen Sie von Bäumen und tauchen Sie in Welt der „Zweige, Knospen und Rinde“ ein. Am 19. Januar um 12 Uhr auf dem Naturhof Malchow. umweltkalender-berlin.de

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Anwohner*innenversammlung: Neugestaltung Dolgensee-Promenade. Der für Grünflächen und Spielplätze zuständige Bezirksstadtrat, Wilfried Nünthel (CDU), lädt alle Anwohner*innen sowie Interessierte zur geplanten Neugestaltung der Dolgensee-Promenade ein. Am Donnerstag, 17. Januar, von 18 Uhr bis 19.30 Uhr, Filiale der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule (Aula, rechter Eingang), Dolgenseestraße 60. Während der Veranstaltung wird der aktuelle Zwischenstand zur Neugestaltung der Dolgensee-Promenade vom beauftragten Planungsbüro präsentiert und besprochen. Durch den Neubau des Dolgensee-Wohngebäudes ist die Neugestaltung der umliegenden Fläche notwendig geworden.

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- SPORT -

Eisbären-Sportdirektor muss gehen! „Von zehn Spielen seit dem Trainerwechsel nur drei gewonnen, den Absturz auf Platz elf und damit die schwächste Saison in diesem Jahrtausend in Sichtweite: Schwächer als zur Zeit haben sich die Eisbären seit ihrem ersten Meistertitel im Jahr 2005 nie präsentiert. Sportdirektor Stéphane Richer müsste spätestens nach der Niederlage am Sonntag in Wolfsburg den Trainer feuern. Kann er aber nicht, weil er selbst der Trainer ist. Also muss er zurücktreten, aber womöglich hat er Angst davor. Weil der Rücktritt einem Eingeständnis gleichkäme, dass sich der Sportdirektor Richer mit dem Trainer Richer einen glatten Fehlgriff geleistet hat.“ Kollege Claus Vetter kommentiert, hier weiterlesen.

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- BERLIN IM E-PAPER -

Was der Hygiene-Facharzt rät. Von wegen Toilette: Die Küche ist der wahre Hort für Keime in der Wohnung. Tipps von Ernst Tabori, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin, gibt’s heute im ausführlichen Interview, geführt von unserer Kollegin Claudia Füßler und zu lesen auf unserer Seite „Berlin Gesund“, die immer montags im Tagesspiegel erscheint. Außerdem finden Sie auf der Seite wie immer jede Menge Termine zu gesundheitlichen und medizinischen Themen.

Unser E-Paper können Sie kostenlos probelesen, hier über diese Adresse: tagesspiegel.de

Außerdem empfehlen wir unser Magazin „Vorsorge und Reha 2019/2020“ für gesundheitsbewusste Berlinerinnen und Berliner. Denn man kann so manches selbst tun, um die eigene Gesundheit für ein langes Leben zu erhalten – was, das verrät dieses Magazin. Wie gelingt die Umstellung auf einen gesunden Lebensstil? Welche Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll und was kosten sie? Und welche Rehakliniken empfehlen die Berliner Ärzte am häufigsten? Das Heft kostet 12,80 Euro (für Tagesspiegel-Abonnenten 9,80 Euro) und ist erhältlich im Zeitschriftenhandel und im Tagesspiegel Shop unter Telefon 030 / 29021-520 oder online unter shop.tagesspiegel.de.

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- KIEZGESPRÄCH -

Fünf Wochen nach seiner Geburt hat das Eisbärenbaby im Berliner Tierpark zum ersten Mal die Augen geöffnet. Ob es sich bei dem Nachwuchs um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, soll bei einem Tierarztbesuch Anfang Februar überprüft werden. Um dem Nachwuchs die nötige Ruhe zu geben, beobachten die Zoo-Mitarbeiter*innen den kleinen Eisbär bisher nur über in der Wurfhöhle installierte Kameras und Mikrofone.

Eisbären werden taub und blind geboren. Erst etwa 30 Tage nach der Geburt öffnen sich bei ihnen Augen und Gehörgänge. Obwohl sich das Junge bisher ganz lebendig zeigt, bleibe das Risiko weiter hoch. tagesspiegel.de

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Und das war es für heute. Gehabt euch wohl, bis nächsten Montag. Und immer dran denken: 2019, bleibt alles scheiße. Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

Euer

Robert Klages


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