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Tagesspiegel Leute: Friedrichshain-Kreuzberg
+++ CG-Gruppe gibt Postscheckamt auf +++ Senat steht hinter Wohnungs-Rückkauf von der Deutsche Wohnen +++ Hunderte Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt: Milieuschutz schützt nicht vor Gentrifizierung +++ Identitäre Bewegung attackiert taz-Redaktionsgebäude +++ Bergmannstraßen- und MyFest: Kreuzberg feiert weiter +++ Stilblüten der Gentrifizierung: 1.368 Euro pro Monat für 15 Quadratmeter +++ "Alltagsrassisten und Rechtsextremisten machen Menschen auch in Xhain das Leben zur Hölle": Gigi vom Register Friedrichshain-Kreuzberg im Interview +++ Let there be light: Der Volkspark Friedrichshain soll wieder beleuchtet werden - aber erst im nächsten Winter +++ Showdown der Bühnenpoet*innen: Poetry Slam-Meisterschaft Berlin-Brandenburg +++ Baumpat*innen gesucht: Machen Sie Xhain grüner! +++
Autor: Nele Jensch
Dienstag, 26. Februar 2019
Liebe Nachbarinnen, liebe Nachbarn,

was Stilblüten angeht, die Gentrifizierung und Wohnungsnot treiben, sind wir in Xhain ja schon so einiges gewöhnt, aber ein 15 Quadratmeter großes Zimmer für 1.368 Euro pro Monat ist dann doch noch eine Meldung wert. Soviel zahlte nämlich Brigitte H. für ein Pensionszimmer „in bester Friedrichshainer Hipsterlage“, wie die BZ Berlin berichtet. Für den Preis sollte man eigentlich ein bisschen Luxus erwarten können, aber stattdessen sind Matratze und Boden fleckig, es gibt weder Klingel noch Briefkasten, Besuch ist verboten und nachts schreien sich die Nachbar*innen an. H. war gezwungen, in die Pension Bari zu ziehen, weil sie ihre eigene Wohnung verloren hatte: Sie habe die Miete gekürzt, weil die Wände nass waren, deshalb wurde ihr gekündigt. In der Pension wohnen generell keine Tourist*innen, sondern Mietende, die keine eigene Wohnung finden und vom Land Berlin dort untergebracht werden. Die horrende Miete zahlen die Bezirke (zumindest anteilig, falls die Mieter*innen wie Brigitte H. erwerbstätig sind). Brigitte H. konnte ihr Not-Domizil nach einem Jahr verlassen; für ihr neues, doppelt so großes Zimmer zahlt sie 250 Euro.

Dass Vermietende derart horrende Preise selbst für Mini-Wohnungen verlangen können und nicht nur verzweifelte Mietende, sondern sogar der Staat diese zahlt, liegt natürlich an der Knappheit von Wohnraum in der Innenstadt. Statt solchen zu schaffen, soll auf einer Brache am Rummelsburger See die „Coral World“ entstehen, eine Art Aquarium mit einem Investionsvolumen von 40 Millionen Euro. Auch andere Pläne für die Umgestaltung des Gebiets stoßen auf Kritik – und die findet ein deutliches Echo: Einem Demonstrationsaufruf der Initiative „Gegen den Bebauungsplan Ostkreuz“ folgten am Samstag rund 500 Menschen, die sich gegen den „Ausverkauf der Stadt“ stemmen.

Die Demonstrierenden kamen vor allem aus dem „bürgerlichen Spektrum“, wie eine Sprecherin der Polizei erklärte. „Wir wollen Solidarität zeigen mit anderen Projekten, die ebenfalls kapitalistischen Interessen weichen müssen“, sagte Martin vom selbstverwalteten Jugendklub Potse/Drugstore unserem Kollegen Robert Klages, der dabei war. Der Protestzug begann in Lichtenberg und zog dann durch die Stralauer Allee bis zur Warschauer Brücke. Unterstützt wurde er auch von den besetzten Häusern in der Liebigstraße 34 und der Rigaer Straße 94 sowie dem „Syndikat Neukölln“.

Kleine Randnotiz zum Thema: An der Kynaststraße entsteht direkt an der Rummelsburger Bucht gerade der B:Hub – Wohnungen, Kitas oder eine Schule werden in dem 50.000 Quadratmeter großen und bis zu elf Stockwerken hohen Klotz zwar nicht entstehen, sondern nur Büro- und Gewerbefläche – und Edeka hat schon mal angekündigt, einen Markt dort zu eröffnen. „Versorgungsthema der Halbinsel Stralau dann endlich gelöst“, kommentiert Ronny Jäckel von der Streletzki-Gruppe, die den B-Hub baut, diese Neuigkeit auf Twitter. Immerhin etwas, denn die Versorgung mit bezahlbarem, neuen Wohnraum wird durch den B:Hub schließlich nicht gelöst.

Auch der Milieuschutz schützt übrigens vor Gentrifizierung nicht: In sozialen Erhaltungsgebieten wurden im vergangenen Jahr Hunderte Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt – warum, lesen Sie weiter unten in unserem „Kiezgespräch“.

Nele Jensch ist freie Autorin beim Tagesspiegel. Offiziell wohnt sie zwar auf der Neuköllner Seite des Landwehrkanals, aber gefühlt ist die ja schon lange in Kreuzberg eingemeindet. Über Post freut sie sich auch unter leute-n.jensch@tagesspiegel.de

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- NACHBARSCHAFT -

Gigi (die nicht mit ihrem Klarnamen genannt werden möchte) arbeitet für das Register Friedrichshain-Kreuzberg. Die Register dokumentieren in allen Bezirken rassistische, antisemitische, LGBTIQ*-feindliche, antiziganistische, rechtsextreme, rechtspopulistische und andere diskriminierende Vorfälle.

2005 entstand das erste Register in Pankow, seit 2016 gibt es sie in allen Bezirken – wie hat sich die Zahl diskriminierender Vorfälle in Berlin seither entwickelt? Es ist zu beobachten, dass die Zahlen jährlich steigen. Das kann damit zu tun haben, dass immer mehr Menschen Meldungen an die Register abgeben, weil diese immer bekannter werden. Es kann aber auch sein, dass sich die Vorfälle wirklich erhöhen. Letzteres war 2015 der Fall, als Rechte – allen voran die NPD – gegen Geflüchtete mobilisierten und es hier zu einer real erhöhten Zahl von Vorfällen an Flüchtlingsheimen oder in deren Umfeld kam. Diese Vorfälle gingen mit dem Schließen einiger Flüchtlingsheime im Folgejahr wieder zurück. Aktuell gibt es folgende Gegenüberstellung der letzten drei Jahre: 2015 wurden 1.820 Vorfälle registriert, im Folgejahr 2.677 und 2017 waren es 2.800.

Gibt es eine bestimmt Gruppierung – LGBT*, Muslime*, Jüd*innen oder andere – die besonders von Diskriminierung und Übergriffen betroffen ist? Zu Beginn der Arbeit haben die Register für die Einordnung von Vorfällen Kategorien in Art und Motiv festgelegt. Als Motiv gab es z. B. Rassismus. Diese Kategorie wurde in der Folgezeit weiter aufgeschlüsselt, um antimuslimischen Rassismus zu erfassen. Antisemitismus und LGBTIQ*-Feindlichkeit waren von Beginn an einzelne Erfassungskriterien. In den letzten Jahren hat der Antisemitismus zugenommen. Ein Grund für die von uns registrierten steigenden Zahlen ist, dass die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus ihre Arbeit aufgenommen hat, mit der die Berliner Register sehr eng zusammen arbeiten. Durch diese Zusammenarbeit wurden viele Vorfälle sichtbar, die vorher im Verborgenen lagen. Fragt man jüdische Personen, teilen diese in der Regel mit, dass sie das Gefühl haben, der Antisemitismus habe stark zugenommen. Vor allem jüdische Einrichtungen werden mit antisemitischen E-Mails überhäuft, in denen sie beschimpft und bedroht werden.

Xhain gilt bundesweit als linksalternative Hochburg – heißt das, dass Nazis hier keine Chance haben? Anders als in Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Pankow gibt es im Bezirk keine verstetigten rechten Strukturen noch aus DDR-Zeiten. Menschenjagden waren jedoch auch hier viele Jahre an der Tagesordnung. Wir haben uns mit der „Initiative gegen Rechts“ seit 2006 dafür eingesetzt, dass z. B. rechte Läden geschlossen werden, die teilweise Ausgangangspunkte rechter Taten waren – zum Beispiel die Diskothek Jeton, zwei Thor-Steinar-Läden und die Verdrängung von Nazis vom Bierfestival. Organisierte Rechte wird mensch daher nur selten finden. Wenn sie erkannt werden, handeln die Menschen zivilcouragiert und solidarisch. Dabei gibt es auch Unterstützung vom Bezirksamt, was leider nicht in allen Bezirken der Fall ist. Rassismus und Diskriminierung, vor allem aber auch rechte Propaganda, sind aber leider durchaus auch im Bezirk massiv vorhanden. So werden z. B. rund um den Strausberger Platz immer wieder extrem rechte Schmierereien angebracht. Umsteigebahnhöfe wie der Ostbahnhof, das Ostkreuz, die Frankfurter Allee, das Kottbusser Tor oder das Hallesche Tor sind immer wieder Orte von Übergriffen. Oft sind hier auch LGBTIQ* Menschen betroffen. Pöbeleien und Beleidigungen gegen People of color finden viel zu oft statt. Also: Alltagsrassisten oder Rechtsextremisten wohnen und arbeiten auch hier und machen vielen Menschen das Leben zur Hölle.

Registriert ihr mehr Diskriminierungen gegen Muslime*, seitdem die islamophoben Parolen der AfD mehr oder weniger salonfähig geworden sind?Antimuslimischer Rassismus ist ja nicht erst durch die AfD ein Thema geworden. Die NPD versuchte über viele Jahre, antimuslimischen Rassismus in die Gesellschaft zu tragen, was ihr sicher auch oft gelungen ist. Mit dem weitgehenden Rückzug der NPD aus der Öffentlichkeit hat die AfD das Feld jetzt vielleicht besetzt. Die Zahlen für unseren Bezirk sind hier sehr unterschiedlich. Für 2018 erfolgt die Auswertung ja erst noch, 10 Vorfälle sind es aber schon.

Erlebt ihr Anfeindungen von rechts? Es hält sich in Grenzen, gepöbelt wird natürlich hier und da, und ab und zu bekommen wir eine blöde E-Mail oder werden im Netz angefeindet. Es gab auch vor ein paar Jahren einen Angriff auf den Mitarbeiter vom Register Lichtenberg. Mittlerweile befinden sich auch die Berliner Register, wie alle demokratisch arbeitenden Vereine und Institutionen, im Fokus der AfD. Für sie sind auch die Register „linksextreme Steuerverschwender“. Aber genau das ist der Punkt: Sie versuchen uns als Feindbild zu kriminalisieren. Genau das zeigt eben auch, wie wichtig diese Arbeit ist.

Foto: Demo des Registers Friedrichshain und der Initiative gegen Rechts 2009 gegen den Thor-Steinar-Laden in der Petersburger Straße.

Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-n.jensch@tagesspiegel.de

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Einmal um die Welt
Zu Fuß bequem die ganze Welt entdecken? Klar geht das. Auf der Internationalen Grünen Woche Berlin vom 18.-27. Januar 2019 erwartet Sie eine kulinarische Reise durch die Welt. Hier erlebt man nicht nur die bunte Vielfalt der Kulturen, sondern kann sie auch schmecken – selbst dann noch, wenn man längst wieder zu Hause ist. www.grünewoche.de

- NAMEN & NEUES -

Senat steht hinter Wohnungs-Rückkauf von der Deutsche Wohnen. Nicht nur der Bezirk ist von der (in der Karl-Marx-Allee jetzt geglückten) Rekommunalisierung von Wohnraum überzeugt, auch der Senat steht hinter dem Rückkauf von Wohnungen von der Deutsche Wohnen: Koalitionsintern stoßen entsprechende Pläne des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) auf positive Resonanz, wie aus den Regierungsparteien von SPD, Linke und Grüne zu hören ist. Konkret geht es um 51.000 ehemals landeseigene Mietwohnungen, die das Land 2004 für den Spottpreis von 405 Millionen Euro an US-Fondsgesellschaften verkauft hat und die sich mittlerweile im Bestand der Deutsche Wohnen befinden. Das Milliardenprojekt des Rückkaufs sei allerdings nur über viele Jahre gestreckt machbar, so die Bauexperten. tagesspiegel.de

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Bergmannstraßen- und MyFest: Kreuzberg feiert weiter. Vor zwei Wochen hat Ihnen Corinna von Bodisco erzählt, dass das MyFest kleiner werden soll – das wünschen sich vor allem Anwohnende, wie eine Befragung des Bezirksamts ergab. Bürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) will diesen Wunsch als Ansatz für ein neues MyFest nehmen; dazu müsste allerdings erstmal ein neues Konzept her. Ein kleineres Fest würde vermutlich auch billiger werden: Seit 2015 hat der Senat dem Bezirk zur Unterstützung des MyFests pro Jahr 215.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine Anfrage von Bernd Schlömer (FDP), MdA, hervor, der wissen will, wie es mit dem MyFest weitergeht. Deutlich wird auch, dass das MyFest grundsätzlich nicht gefährdet zu sein scheint: Auf Schlömers Frage, ob es seitens des Senats Überlegungen gäbe, das Fest nicht mehr stattfinden zu lassen, lautet die knappe Antwort: Nein.

Und auch um ein anderes berühmtes Kreuzberger Straßenfest ist es gar nicht so schlecht bestellt wie befürchtet: Im Dezember hieß es, das Bergmannstraßenfest stünde vor dem Aus – zumindest an seinem bisherigen namensgebenden Standort in der Bergmannstraße, denn dort sind die Parklets im Weg. Ein gefundenes Fressen für die Opposition: Christian Goiny von der CDU wollte beim Senat das genaue Ausmaß der Katastrophe erfragen. Welcher Einnahmeausfall entstehe den Veranstaltenden? Wie viele Bühnen fallen weg? Alles unter dem dezent suggestiven Titel „Mit grüner Verkehrspolitik gegen Kulturfeste in Kreuzberg“.

Der Senat selbst sah sich nicht in der Lage zu antworten, aber das Bezirksamt nahm Stellung: Zwar hätten die bisherigen Veranstalter*innen des Bergmannstraßenfestes dem Bezirksamt tatsächlich mitgeteilt, dass es aufgrund der Parklets schwierig sei, das Fest dort weiterhin mit der gleichen Anzahl der Stände wie bisher durchzuführen – sie würden es aber gerne einfach in die Kreuzbergstraße verlegen, was nach neuesten Erkenntnissen jetzt wohl auch geschieht. „Hierfür wurde seitens des Bezirksamtes eine klare Unterstützung signalisiert insbesondere zum Beispiel für die Einholung der notwendigen Genehmigungen für die Nutzung der entsprechenden Flächen für die Durchführung des Festes“, heißt es in der Stellungnahme. Insofern erwarte man keine Einnahmeverluste für die Veranstaltenden und auch keine Auswirkung auf das Kulturprogramm des Bergmannstraßenfestes durch die Einrichtung der Begegnungszone. Klingt so, als könnten wir auch in diesem Sommer wieder viel outdoor feiern!

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"Ich würde Sie bitten, bei Dunkelheit den Park zu meiden". Wenn Sie auch im Winter gerne mal das Berliner „Grün“ genießen, ist es Ihnen bestimmt schon aufgefallen: Die Beleuchtung im Volkspark Friedrichshain ist seit Wochen kaputt. Beim Grünflächenamt scheint man nicht sonderlich optimistisch in die Zukunft zu blicken – in einer Mail an einen Tagesspiegel-Leser (aus dem Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt im Checkpoint-Newsletter zitierte) erklärte das zuständige Grünflächenamt die Sache folgendermaßen: „Leider fehlen uns die finanziellen und personellen Mittel, die Anlage dauerhaft betreiben zu können. Weiterhin gibt es auch in Grünanlagen keine Beleuchtungspflicht. Ich bitte um Verständnis und würde Sie bitten, bei Dunkelheit den Park zu meiden und auf das Straßenland auszuweichen.“

Offenbar ist in der Behörde nun aber doch jemandem ein Licht aufgegangen: Auf Nachfrage erklärte das Grünflächenamt, dass die Beleuchtungsanlage „nicht mehr den aktuellen Vorschriften in Bezug auf Sicherheit entspricht“, weshalb „komplette Teile“ vom Netz genommen werden mussten. Die Sanierung koste voraussichtlich „mehrere hunderttausend Euro“ – aber statt zu resignieren, wolle man nun „forcieren, im nächsten Jahr die Planung anzuschieben, sodass im Winter 2019/20 voraussichtlich der Umbau erfolgen kann“.

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CG-Gruppe verkauft Anteile am Postscheckamt. Die CG-Gruppe verkauft ihre Anteile am Postscheckamt am Halleschen Ufer. „Wir mussten alle Interessen zusammenbringen, und ich bin froh, dass es bei diesem wichtigen Projekt jetzt weitergeht“, sagte Vorstand Jürgen Kutz dem Tagesspiegel. Nach jahrelangem Streit (und einem sehr großformatigen Plakat an der Fassade des Hochhauses, auf dem die CG-Gruppe um Chef Christoph Gröner dem Bezirk vorwarf, den Bau von Wohnungen zu verhindern) hatten sich Bezirk und Investor im November auf einen Kompromiss geeinigt: Die Degewo baut rund um den Turm günstige Wohnungen und kaufte Gröner das Bauland dafür ab, die CG-Gruppe sollte dafür mehr Gewerbeflächen im Turm bekommen. Neuer Eigentümer von Gröners Anteilen ist die Art Invest aus Köln, mit der sich Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) in Kürze treffen will, „um ihre Entwicklungsziele kennenzulernen“. Bisher habe er mit dem Unternehmen an anderen Standorten gute Erfahrungen gemacht, sagte Schmidt der Morgenpost.

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Identitäre Bewegung attackiert taz. Einige lamentieren, dass es in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr gebe, anderen ist die existente offenbar noch zu viel: Die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ hat am Montag das Redaktionsgebäude der taz in der Friedrichstraße angegriffen. Die Täter*innen brachten Plakate an, errichteten eine Art Grabhügel und bedrängten offenbar eine taz-Mitarbeiterin. Drei der Verdächtigen wurden bereits ermittelt. In ihrem Hausblog berichtet die taz, dass die Mitarbeiterin die sechs bis sieben Identitären daran hindern wollte, ein Plakat am Haus anzubringen, woraufhin sie gepackt und am Oberkörper getroffen wurde. Der Staatschutz ermittelt wegen Hausfriedensbruchs und des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Der Anschlag auf die taz war nicht der einzige: Neben der Frankfurter Rundschau in Frankfurt am Main wurden auch das ARD-Hauptstadtstudio und die Bundeszentrale der Grünen in Berlin attackiert, ebenso auch das Willy-Brandt-Haus. In der Nacht zu Samstag haben zudem Unbekannte das Verlagsgebäude der Satire-Zeitschrift Titanic in der Kreuzberger Kopischstraße und das Büro der „Partei“ im gleichen Haus mit Farbe beschmiert. Der Staatsschutz prüfe, ob die Tat einen politischen Hintergrund habe, sagte eine Polizeisprecherin.

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Baumpat*innen gesucht. 161 neue Bäume sollen in Xhain gepflanzt werden, die Standorte stehen auch schon fest: Besonders reich sollen der Kottbusser Damm, die Skalitzer Straße und der Mehringdamm bestückt werden, aber auch in zahlreichen anderen Straßen wird es grüner. Wenn Sie bei der Aufforstung helfen wollen, können Sie mit einer Spende von 500 Euro einen kompletten Baum finanzieren, den Sie selbst aussuchen können (und wenn Sie möchten, kommt sogar ein Schild mit Ihrem Namen dran). Aber auch jeder andere, kleinere Betrag ist natürlich sehr hilfreich; dabei kann zwar kein spezifischer Baum, aber immerhin ein Bezirk gewählt werden. Hier können Sie sehen, welche Bäume noch eine*n Pat*in suchen und vielleicht ja auch gleich spenden.

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  • Goodbye, Broken English! Der Brexit rückt immer näher – das hat auch für die Brit*innen im Bezirk unschöne Konsequenzen. Viele versuchen, einen deutschen Pass zu beantragen, um in Berlin bleiben zu können. Das Kult-Geschäft „Broken English“ wird Ende Mai geschlossen: Betreiberin Dale Carr befürchtet, dass der Import von Waren aus UK nach dem EU-Austritt zu teuer werden wird. tagesspiegel.de
  • Schule I: Rektor warnt vor Kinderfänger. Im Umkreis der Modersohn-Grundschule in Friedrichshain wurden mehrfach Kinder von einem oder mehreren Unbekannten angesprochen, die versucht hatten, sie zum Mitgehen zu animieren; unter anderem sollen den Kindern ein Hundewelpe als Lockmittel gezeigt worden sein. Der Rektor der Schule empfiehlt nun in einem Warnschreiben an die Eltern, ihre Kinder entweder selbst zu begleiten oder in kleinen Gruppen den Weg zur Schule oder nach Hause antreten zu lassen. tagesspiegel.de
  • Schule II: Es wird eng an den Berliner Oberschulen. Weit über 1.000 Siebtklässler mehr als im Vorjahr brauchen einen Platz. Auch Xhain verzeichnet ein deutliches Plus, an einigen Sekundarschulen könnten aber laut Stadtrat Andy Hehmke (SPD) „problemlos“ weitere Klassen aufgemacht werden. An den Gymnasien hingegen wird es abermals „nicht ausreichend Plätze“ für alle Erstwunschbewerber geben. tagesspiegel.de
  • Schule III: Einsatz für sichere Schulwege. Im vergangenen Jahr führte das Ordnungsamt zahlreiche Schwerpunktkontrollen vor Schulen durch – dabei wurden insgesamt sage und schreibe 3.103 Ordnungswidrigkeiten angezeigt und 88 Fahrzeuge umgesetzt. Die Kontrollen sollen 2019 fortgesetzt werden, um einen sicheren Schulweg für Grundschüler*innen zu gewährleisten. berlin.de
  • Alles im Fluss. Der verregnete Winter hat (neben eisfreien Bürgersteigen) ja auch etwas Gutes: Nach der monatelangen Dürre im Sommer und Herbst 2018 hat sich die Lage auf der Spree inzwischen etwas entspannt. Zeitweise war sie nur noch auf der Stelle gedümpelt oder sogar rückwärts, nach den Niederschlägen der vergangenen Wochen fließt sie wieder vorwärts. tagesspiegel.de
  • Letzte Meldung: Sommerbad wird überdacht. Unter den Berliner Freibädern, die wegen des Bädermangels temporäre Überdachungen bekommen, ist auch das Prinzenbad. Es wird zum „kleinen Interims-Hallenbad“. tagesspiegel.de

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- POLIZEI -

Öffentlichkeitsfahndung nach versuchtem Totschlag. Nach einem versuchten Totschlag Anfang Mai vergangenen Jahres in Friedrichshain fahndet die Polizei nun mit Fotos nach den möglichen Tätern. Bisherigen Ermittlungen zufolge sollen drei Männer einen 32-Jährigen am Sonntag, den 6. Mai 2018, gegen 1.45 Uhr an der Stralauer Allee Ecke Warschauer Straße unter der Bahnbrücke attackiert und zu Boden gebracht haben. Auch als der 32-Jährige dort lag, soll das Trio nicht von ihm abgelassen haben. Erst als Passant*innen auf die Situation aufmerksam wurden, flüchteten die Angreifer. Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, wo er in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Nur durch Notoperationen konnte sein Leben gerettet werden. Die (sehr unscharfen) Bilder und die Täterbeschreibungen sehen Sie auf tagesspiegel.de.

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Weihnachtsbaum brennt - Feuer greift auf PKW über. Freitagnacht brannte in Friedrichshain ein PKW, auch zwei weitere Wagen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Brandherd war ein abgelegter Weihnachtsbaum, die Polizei vermutet, dass der Weihnachtsbaum absichtlich nah ans Fahrzeug abgelegt und angezündet wurde, damit der Brand auf das Fahrzeug übergeht. Die Brandbekämpfer konnten das Feuer, welches auf das Fahrzeug übergegriffen hatte, löschen. Der Mini brannte jedoch völlig aus; verletzt wurde niemand. tagesspiegel.de

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Obdachloser stirbt am Moritzplatz. Am U-Bahnhof Moritzplatz ist am Sonntagmorgen ein Mann tot aufgefunden worden. Polizisten entdeckten den 55-jährigen Obdachlosen im Zwischendeck der U-Bahnstation. Die Todesursache ist noch unklar: Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei nicht, auch ein Kältetod gilt als unwahrscheinlich. tagesspiegel.de

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- KIEZKAMERA -

Gezettelt-Bild

Ist das der schlechte Einfluss des Easy-Jet-Tourismus? „Euch die Macht, uns die Nacht“, steht auf einem ausrangierten, natürlich illegal entsorgten Kühlschrank in Kreuzberg. Aber keine Sorge, Xhain wird nicht unpolitisch: Der Slogan ist ein Sponti-Spruch aus den wilden 70-ern, mit denen die rebellische Jugend Sprichwörter und Redewendungen verballhornte.

Foto: Christoph Mangler 

Fotografieren Sie in Ihrem Kiez oder anderswo im Bezirk? Senden Sie Ihre Entdeckungen an leute-n.jensch@tagesspiegel.de.

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- KULTUR -

Poetry Slam Meisterschaft Berlin-Brandenburg. Es ist wieder soweit: Die Poetry Slam Meisterschaft Berlin-Brandenburg steht an! Seit zehn Jahren treffen dort die besten deutschsprachigen und internationalen Poet*innen in ausverkauften Häusern auf die lokale Slamszene. Das Finale findet zwar erst am 20.1. im Konzertsaal der UdK statt, aber eine der Vorrunden können Sie auch bei uns in Xhain bejubeln: Das Halbfinale 1 startet am 17.1. um 20 Uhr im SO36 (Oranienstraße 190). Dort kämpfen die Poet*innen Julian Heun, Luise Komma Klar, Aidin Halimi, Alex Wolf, Fee, Jesko Habert, Meta, Tanasgol Sabbagh und Volker Surmann um den Einzug ins Finale. Wahre Fans können im Anschluss nach Potsdam (18.1., Waschhaus) und Cottbus (19.1., Mensa BTU) weiterreisen. Tickets für das Kreuzberger Event gibt es ab circa 8,50 Euro hier. Weitere Infos auf bbslam.de.

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StummfilmKonzerte-Festival in der Passionskirche. Das Schönste am Stummfilm ist natürlich – die Musik! In der Passionskirche (Marheinekeplatz 1) startet am 18.1. das StummfilmKonzerte-Festival 2019 von Komponist und Pianist Stephan Graf von Bothmer. Anlässlich des 50. Jubiläums der Mondlandung liegt der Themenschwerpunkt dieses Jahr auf Science Fiction und Raumfahrt: Die gezeigten Filme bereits Jahrzehnte vor der Mondlandung von der globalen Faszination für die Raumfahrt und den mit ihr verbundenen Zukunftsvisionen. Das Festival läuft bis zum 15.3., Tickets gibt es ab 16,50 Euro hier,  alle Infos hier.

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Farewell, Ennio Morricone. Er komponierte die ikonische Filmmusik zu den Italowestern-Klassikern „Zwei glorreiche Halunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“, jetzt ist der italienische Komponist und Dirigent Ennio Morricone nach über 60 Schaffensjahren auf Abschiedstour. Und sein einziges Deutschlandkonzert findet bei uns in Xhain statt, und zwar am 21.1. in der Mercedes-Benz-Arena. Tickets bekommen Sie ab circa 60 Euro hier.

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- Nele Jenschs Tipp für Sie -

Berlins 81 Stadtbibliotheken fristen im Schatten der spektakulären wissenschaftlichen Bibliotheken wie Stabi, Grimm-Bibliothek und dem Foster-Bau in der FU ein eher unbeachtetes Dasein – allerdings völlig zu Unrecht. Denn die älteste Share Economy der Welt hat unverwechselbare Orte in der Stadt geschaffen, in denen 2017 über 24 Millionen Mal Medien (also nicht nur Bücher, sondern auch CDs, Audiobooks etc.) entliehen wurden und die zusammen fast 6,5 Hektar Gebäudefläche aufweisen.

Auch Xhain kann in Sachen Bibliothek mit so Einigem aufwarten: Die Wilhelm-Liebknecht- / Namık-Kemal-Bibliothek am Kotti (Adalbertstraße 2) zum Beispiel ist zwar weniger schick, als sie sein könnte, aber „das ist Strategie, um keine Schwellen entstehen zu lassen“, sagt Mitarbeiterin Ranija Hemieda. In der Musikabteilung ist dreimal so viel Weltmusik wie Jazz im Angebot, schließlich sind wir in Kreuzberg. Kaffee und Tee für 50 Cent gibt es auch und außerdem eine Hausaufgabenhilfe für Schüler*innen. Und in den Bezirksbibliotheken gibt’s nicht nur Futter für den Geist: Die Amerika-Gedenkbibliothek (Blücherplatz 1) hat eine „Bibliothek der Dinge“ im Angebot, inklusive Bohrmaschine, Aktenvernichter und Diskokugel.

Weitere Stadtteilbibliotheken in Xhain: 

Mehr über Berlins Bücherwelten erfahren sie in dem Artikel „Die geliehene Welt“, eine wundervolle Liebeserklärung an das Bibliothekswesen von Kollegin Deike Diening.

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- TERMINE -

Unerhörtes auf der Orgel. „Sahara, Tango, Jazz, Flamenco…“ ist das Motto des 13. Benefizkonzertes zugunsten der Björn-Schulz-Stiftung. In dem Rahmen präsentiert Joachim Thoms in der Alten Feuerwache nie-, noch nicht- oder sogar Unerhörtes auf der Orgel. „Es erwartet sie ein virtuoses Orgelkonzert der Extraklasse.“ Der Eintritt von 10 Euro wird an die Björn-Schulz-Stiftung gespendet. Eintritt für Kinder bis 18 Jahre frei. 18. Januar, 20 Uhr, Marchlewskistraße 6. Telefonische Kartenreservierung unter 030 23 53 99 92. Mehr Infos: bjoern-schulz-stiftung.de

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Rainbow Lectures: Wie Polens Schwule und Lesben dem Autorismus trotzen. Seit in Polen die nationalkonservative PIS-Partei regiert, haben es Minderheiten schwer. Überraschenderweise wächst das Selbstbewusstsein der LGBT*-Community dennoch – und mit ihm die gesellschaftliche Akzeptanz. Zahlreiche Beispiele dafür können Sie sich bei der Rainbow Lecture am 22.1. in der taz-Kantine (Friedrichstraße 21) anhören; ab 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Mehr auf taz.de.

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Winterferien mit Cabuwazi. Schüler*innen und Eltern aufgepasst: Kaum ist Weihnachten vorbei, da nahen schon wieder die Winterferien (vom 4.-8.2.) – und die eignen sich ganz wunderbar, um das Zirkushandwerk im Cabuwazi-Kinderzirkus zu erlernen! Unter Anleitung professioneller Trainer*innen tauchen die jungen Teilnehmer*innen in die faszinierende Welt des Zirkus ein, stellen sich künstlerischen und sportlichen Herausforderungen und entdecken verborgene Talente. Das Training findet von Mo – Fr von 10 – 16 Uhr in den Zirkuszelten in Kreuzberg (Wiener Straße 59H) und Tempelhof (Columbiadamm 84) statt. Jeden Freitag gibt es eine große Show, um stolzen Eltern und Freund*innen das neue Können zu präsentieren – dazu ist übrigens auch jede*r andere eingeladen (die Shows sind kostenlos). Mehr auf cabuwazi.de

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- SPORT -

  • Zuschauermagnet Handball-WM. Die Karten für die Spiele in der Arena am Ostbahnhof sind nicht ganz billig: Tagestickets kosten 100 bis 200 Euro. Dennoch ist die Arena am Ostbahnhof bei Deutschland-Spielen bisher stets mit 13.500 Fans ausverkauft gewesen. tagesspiegel.de
  • James Sheppard ist eigentlich an seinem roten Helm als einer der Topscorer seiner Mannschaft erkennbar. Doch nach einem Foul von Mannheims David Wolf am Donnerstag vergangener Woche musste der Eisbären-Stürmer beim Spiel gegen Wolfsburg am Sonntag passen – möglicherweise hat er sich nach dem Ellbogencheck gegen den Kopf doch schwerer verletzt. Auch am Sonntag setzte sich die Pleiteserie fort: Beim bisherigen Schlusslicht in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), den Grizzley Wolfsburg, kassierten sie mit 2:4 ihre vierte Niederlage in Folge. Im Moment kommt bei den Eisbären einfach alles zusammen: Trainer Stéphane Richer, Nachfolger von Clement Jodoin, hat in seinen neun Spielen nur neun Punkte geholt – schlechter waren in diesem Zeitraum in der DEL nur Iserlohn und Nürnberg. Kollege Claus Vetter fordert den Rücktritt Richers – aber das dürfte schwierig werden, weil Trainer Richer gleichzeitig auch Sportdirektor der Eisbären ist.

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- BERLIN IM E-PAPER -

Kulturbeilage „Ticket“ heute wieder im Tagesspiegel. Immer donnerstags gibt’s zusätzlich zur Zeitung von uns ein kostenloses Heft mit Terminen, Vorberichten und Kolumnen zu den Themen Kino, Literatur, Pop, Kunst, Klassik, Show, Theater, Draußen, Kinder, Potsdam und Ausflug. Im Bild übrigens Katharina Thalbach im Stück „Hase, Hase“, das jetzt wieder aufgelegt wurde, und zwar in der Komödie am Kurfürstendamm in deren Umbau-Exil im Schiller-Theater.

Unser E-Paper können Sie kostenlos probelesen, hier über diese Adresse: tagesspiegel.de

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- KIEZGESPRÄCH -

In Milieuschutzgebieten, sollte man meinen, sind Mietende weitestgehend vor Verdrängung gefeit – denn seit Inkrafttreten der sogenannten Umwandlungsverordnung 2015 müssen Eigentümer*innen die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen vom Bezirksamt genehmigen lassen. 2017 wurden in den 42 Berliner Milieuschutzgebieten 3.592 Anträge auf eine Umwandlungsgenehmigung gestellt – und für 3.557 auch erteilt, das entspricht einer Rate von 99 Prozent. In Xhain wird diese sogar noch übertroffen: Ausnahmslos alle 878 beantragten Umwandlungen wurden genehmigt. Das gibt natürlich Anlass zum Stutzen, denn immerhin bedeutet die Umwandlung in Eigentum fast immer, dass die aktuellen Mieter*innen ihre Wohnung verlassen müssen – und genau gegen diese Verdrängung Alteingesessener kämpft die Bezirksregierung ja eigentlich an.

Doch rechtlich sind dem Bezirk die Hände gebunden: Umwandlungen in Eigentum müssen auch in Milieuschutzgebieten genehmigt werden, sofern sich die Eigentümer*innen zu einer siebenjährigen Verkaufsbeschränkung bereit erklären. In diesem Zeitraum dürfen dann Wohnungen ausschließlich an Mieter*innen des Hauses verkauft werden. „Die genehmigten Umwandlungen sind sämtlich nach diesem Paragraphen genehmigt worden“, erklärt Stadtrat Florian Schmidt (Grüne). Der Verkauf ist somit noch für einige Jahre blockiert, da die Verkaufsbeschränkung nicht umgangen werden könne. Schmidt beklagt, dass die hohe Zahl der Umwandlungen zeige, „dass die siebenjährige Wartezeit für die Eigentümer*innen nur eine geringe abschreckende Wirkung hat“. So lange der entsprechende Paragraph des Baugesetzbuches in Kraft sei, müsse weiterhin mit Umwandlungen „in dieser Größenordnung gerechnet werden“.  Initiativen zu seiner Abschaffung oder zumindest Verschärfung seien allerdings bereits in Gange.

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Dass die Eröffnung des BER jetzt seit mehr als 2.000 Tagen überfällig ist, kann auch in Friedrichshain schon mal eine Panikattacke auslösen – wäre ja auch schlimm, wenn man sich den Berliner Schmuddelwinter nicht mehr schön trinken könnte. Wo da jetzt der Zusammenhang ist? Zur Auflösung bitte hier entlang.

Bis nächste Woche,

 

Ihre

Nele Jensch


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Redaktion: Nele Jensch, Judith Langowski
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